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Karl Trettin – der Fotograf


Bis vor einem Jahr war mir das Werk und Leben Karl Trettins so gut wie unbekannt. Eigentlich war es sogar ein reiner Zufall, dass ich auf diesen, doch sehr bemerkenswerten Demminer Künstler, aufmerksam wurde.

Im Zuge der Nachforschungen um den Demminer Physiker Dietrich von Heyden-Linden (1898-1986) konnte ich in einen Teil seines Nachlasses einsehen. Hier fanden sich unter anderem sehr viele alte Fotoplatten mit Portraitaufnahmen aus den 20er bis 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Das besondere an diesen Aufnahmen waren zum Einen die besondere handwerkliche Qualität und zum Anderen das Gespür des Fotografen für Licht und Schatten. Es waren zum Teil Motive, die ein Maler nicht besser hätte darstellen können. Des Weiteren tauchten in diesem Zusammenhang über 40 Diapositive auf, die und das war das Besondere, alle handkoloriert waren und ebenfalls besonders ausgesuchte Motive darstellten.

Am 15. Mai 2008 iniziierte der Förderverein des Kreisheimatmuseums Demmin eine Ausstellung zum Thema „Welch herrliches Helldunkel! Die Frühzeit der Photographie in Mecklenburg-Strelitz und Demmin. Diese Ausstellung besuchte auch Renate Hoffmann aus Neubrandenburg. Bei einem Treffen einige Tage später übergab Frau Hoffmann dem Kreisheimatmuseum Demmin eine Reihe von Bildern aus ihrem Privatbesitz, die nachweislich von ihrem Großvater Karl Trettin aufgenommen wurden. Einige dieser Bilder waren identisch mit den Fotoplatten, die im Nachlass von Dietrich von Heyden-Linden gefunden wurden. Endgültige Gewissheit jedoch ergaben einige Motive, die Karl Trettin fotografierte und nach dessen Vorlage er Bilder malte. Ein Beispiel dafür ist das Aquarell „Turmstraße“, welches 1945 nach einer Fotografie entstand. Es befindet sich heute im Kreisheimatmuseum Demmin.



Abdeckerei, Foto

Diese Aufnahme aus den 1920er Jahren zeigt die Abdeckerei an der Tollense vom „Utkieck“ aus.
Foto: Karl Trettin



Bahnhofstraße 6, Foto

In dieser kleinen Stadtvilla in der Bahnhofstraße 3 wohnte die Familie Trettin. Vor dem Haus Elsbeth Trettin mit den Kindern Gerda und Hans.
Foto: Karl Trettin, 1928



Barockhaus am Markt, Foto

Eines der ältesten Gebäude der Marktbebauung war das Eckhaus zur Menzerstraße. Zur Zeit der Aufnahme betrieben hier Heuer & Clemens ihren Manufakturwarenladen. Später zog hier die Städtische Sparkasse ein.
Foto: Karl Trettin, 1924



Gesellschaftshaus im Devener Holz, Foto

Das um 1850 errichtete Gesellschaftshaus der Familie Fründt im Devener Holz. Bemerkenswert waren der große Saal mit der umlaufenden Galerie, die Schießhalle, das Gartenlokal und vor allem der Maiplatz, der jahrzehntelang Gäste und Ausflügler anlockte.
Foto: Karl Trettin, 1925