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Einsturz der Eisenbahnbrücke

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich am 15. Mai 1900 eine Nachricht in der Stadt Demmin, die schreckliches ahnen ließ: "Die Eisenbahnbrücke ist mit dem Einhalbneunuhrzug in die Peene gestürzt". Eigentlich unvorstellbar, man konnte es gar nicht so recht glauben, dennoch entsprach die Meldung den Tatsachen.

Seit einigen Tagen war die Aktiengesellschaft Eisenwerk Lauchhammer mit dem Umbau der Eisenbahnbrücke über die Peene beschäftigt. Es sollte geprüft werden, ob die Drehbrücke den gestiegenen Anforderungen des Eisenbahnverkehrs entsprach. Dabei war zu beachten, dass einmal das Öffnen der Brücke für die Schifffahrt reibungslos geschehen musste und die höhere Geschwindigkeit der "modernen Reisezüge" Beachtung fand.

So war es wohl geschehen, dass bei Arbeiten an der Bogenbrücke, um diese zu verstärken, die Bolzen von einigen Trägern zu sehr gelockert wurden. Unter der Last des aus Stralsund kommenden Personenzuges bogen sich die Träger zusammen und die Brücke senkte sich vom Mittelpfeiler mit der Lokomotive in die Peene. Lokomotivführer und Heizer sprangen geistesgegenwärtig in den Fluss und konnten sich schwimmend retten. Tragisch war der Tod des leitenden Monteurs der Brückenbaufirma, der unter den Brückenteilen begraben wurde und erst nach einigen Tagen aus der Peene geborgen werden konnte. Über ein halbes Jahr fuhren die Züge nur über eine hölzerne Notbrücke, die von den Soldaten des Eisenbahnregiments errichtet wurde. Dann wurde die neue Brücke vom Eisenwerk Lauchhammer an die Bahn übergeben.

eingestürzte Peenebrücke

Am 15. Mai 1900 senkte sich die Brücke über die Peene unter der Last des "Einhalbneunuhrzuges" - Lokomotive und Tender verschwanden im Fluss.

neu errichtete Peenebrücke

Mit wesentlich verstärktem Profileisen wurde die Bogenbrücke neu errichtet. Im Hintergrund der drehbare Teil der Eisenbahnbrücke.