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Kummerower See

Grenzstreitigkeiten begleiteten eigentlich immer den Demminer Kreis durch die Jahrhunderte. Besonders strittig war der Grenzverlauf über den Kummerower See. Nicht nur Pommern und danach Preußen behaupteten, die Landeshoheit über die gesamte Seefläche zu besitzen, auch Mecklenburg beanspruchte wenigstens einen Teil für sich.


Ansichtskarte von Verchen 1913

Verchen war einst eine slawische Siedlung, von Sümpfen, Wiesen und Wasser schützend umgeben. 1296 erfolgte die Verlegung des Klosters von Marienwerder (einer Insel in der Peene) nach Verchen. In der Nähe, genau bei Aalbude, tritt die Peene aus dem Kummerower See.
Ansichtskarte von 1913.


Ansichtskarte von Aalbude

Von 1925 bis 1948 war Otto Henk Fährmann in Aalbude


Schon im Mittelalter lagen die Klöster Verchen und Dargun im Streit um die Fischereigerechtigkeit auf dem See und scheuten sich auch nicht Urkunden dafür zu fälschen. Schließlich kam man überein, zwischen Ein- und Ausfluss der Peene eine gedachte Gerade zu ziehen und sie als Grenze anzusehen. Noch auf der vom Reichsamt für Landesaufnahme 1921 herausgegebenen Karte ist diese Gerade als Landesgrenze eingezeichnet, versehen mit dem Zusatz: "streitige Grenze".

Der Kummerower See ist nicht nur einer der schönsten Seen Mecklenburg-Vorpommerns sondern mit elf Kilometern Länge und vier Kilometern Breite auch einer der größten Seen Deutschlands. Den Namen hat er von Kummerow, einer direkt am See liegenden Ortschaft. Die Faszination, die von je her vom See ausging, wiederspiegelt sich auch in seinen Sagen. Da soll es einen gewaltigen Bernstein in ihm geben, groß wie ein Haus und in der Johannisnacht erscheint er manchmal an der Wasseroberfläche. Wer ihn dann sieht, soll ein schwarzes Tuch über ihn werfen und schon ist er sein. Natürlich ist es bis heute noch keinem gelungen.


Blick auf den Kummerower See

Vom mecklenburgischen Salem aus hat man die schönste Aussicht über den Kummerower See hinweg ins flache pommersche Land.
Ansichtskarte von 1940.