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Roggen, Weizen und Zuckerrüben

Unter den vorpommerschen Kreisen galt der Demminer in landwirtschaftlicher Beziehung als einer der besten, obwohl die Qualität des Bodens teilweise eher geringfügig war. Zwar sind die Sandablagerungen an den Ufern der Peene und Tollense nur klein im Verhältnis zur Gesamtfläche des Kreises, aber es fehlt fast ganz der schwere Boden wie zum Beispiel auf Rügen. Die weiten Wiesentäler der Flüsse und des Augrabens mit ihren vielen Bächen begünstigten die Entwicklung der an ihnen liegenden Dörfern.

Der Getreideanbau spielt fast überall die dominierende Rolle. Winterroggen als Hauptfrucht neben Weizen und Wintergerste als Herbstsaat, Hafer neben der Sommergerste im Frühjahr bestellt, füllen den größten Teil der Felder. Daneben betreiben viele Landwirte, besonders um das Jahr 1900, erheblichen Zuckerrübenbau für die Belieferung der Fabriken in Demmin, Jarmen und Stavenhagen. Der Betrieb der Landwirtschaft erlaubt eine ausgedehnte Viehzucht, die im ganzen Kreis Demmin eine dominierende Rolle spielt.

Vom Landbau ernährten sich z. B. im Jahre 1850 als Hauptgewerbe 18. 289 Personen, einschließlich Frauen, Kinder, Dienstboten und Tagelöhner; als Nebengewerbe 2601 Personen.

Im Landbuch von Pommern aus dem Jahre 1865 wird der Flächeninhalt des "Demminschen Kreises" mit 17,81 deutschen Geviertmeilen angegeben, inbegriffen 0,34 Geviertmeilen Wasser. Auf der Landfläche stehen 196 Wohnplätze, davon 3 Städte (Demmin, Jarmen und Treptow a. T.), 84 Dörfer, 93 Staats-Domainen-Vorwerke, Ritter- und andere Landgüter, 8 Kolonien und 8 einzelne Gehöfte.


Lithographie vom Amt Klempenow 1845

Amt Klempenow. Lithographie der Lit. Anstalt von E. Sanne u. Co. Stettin, 1845