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Karl Trettin – der Maler


Karl Friedrich Wilhelm Trettin wurde am 21. September 1872 in Treptow a. R. im damaligen Pommern geboren. In den Jahren 1878 bis 1886 besuchte er die Schulen in Ahrenshoop, Schmolzin bei Stolp und Bartin bei Rummelsburg. Auf anraten seiner Eltern begann Karl Trettin am 1. März 1887 eine kaufmännische Lehre für Manufaktur und Modewaren bei der Firma Karl Gombert in Ueckerm¨nde. Durch Vermittlung von Karl Gombert wechselte er im Jahre 1891 nach Neusalz a. O., um dort als Verkäufer und Dekorateur zu arbeiten. In diesen Jahren begann Karl Trettin mit Bleistift auf Papier seine ersten Zeichnungen anzufertigen.

Am 1. Oktober 1892 begann seine Militärzeit als dreijähriger Freiwilliger beim Regiment 5 in Glogau (Schlesien). Von Hause aus gewohnt (sein Vater war Trompeter in einer Militärkapelle) fiel es Karl Trettin relativ leicht, sich in dieser sehr eigenen Welt zurecht zu finden – 1893 Gefreiter, 1895 Unteroffizier, 1898 Sergeant und 1899 Wachtmeister. Während dieser Zeit entwickelte er seine Malerei stetig weiter. Sobald es sein Dienst erlaubte, suchte Karl Trettin seine Motive in den Städten und Dörfern, aber auch in der freien Natur. Es entstanden sehr viele Bleistiftzeichnungen wie "Glogau" (1893) "Geschützpark" (1896) oder "Flussbadeanstalt Hammerstein" (1898) aber auch einige Tuschezeichnungen wie "Dorfansicht" (1892) oder "Mauer am Bober" (1896).

Am 30. November 1900 wurde Karl Trettin als Halbinvalide aus dem offiziellen Militärdienst in die Reserve (Landwehr) entlassen. Im Alter von 36 Jahren übernimmt Karl Trettin 1908 eine Anstellung als Diätar im Postamt Wreschen. Hier beginnt seine zweite berufliche Laufbahn, die ihn von hier an ein Leben lang begleiten soll. In dieser Zeit entstanden die ersten Aufnahmen mit einer Plattenkamera. Beides, Malerei und Fotografie, entwickelte Karl Trettin mit seiner eigenen Art der Perfektionierung stetig weiter. Es entstanden sehr bedeutende Aquarelle – so unter anderem das "Mohnfeld" (1915), der "Brüderturm" in Lauban (1916) und die Stadt "Wreschen" (1919). Im Jahre 1915 wird Karl Trettin zum Oberpostassistent und fünf Jahre später zum Postsekretär befördert. Berufliche Gründe führten zu einer Übersiedelung der Familie in das vorpommersche Demmin. Hier entstanden Ölbilder wie "Die alte Schulstraße" (1921) und "Selbstbildnis" (1938) aber auch Aquarelle wie "Oberwallstraße" (1945) und "Turmstraße" (1945). Diese Bilder befinden sich heute im Kreisheimatmuseum Demmin.

1945 fotografierte Karl Trettin heimlich die zerstörte Stadt Demmin und stellte nach diesen Aufnahmen Aquarelle her. Fotos und Bilder sind heute wichtige Zeitdokumente der Hansestadt. Karl Trettin starb am 17. Juli 1954 im Alter von 82 Jahren in Demmin.



Selbstbildnis, Ölmalerei

Selbstbildnis, Öl, 1938



Brandruine neben dem Luisentor, Aquarell

Brandruine neben dem Luisentor, Aquarell, 1945



Brandruine Heilgeist Kirche, Aquarell

Brandruine Heilgeist Kirche, Aquarell, 1945



Brüderturm in Lauban, Aquarell

Brüderturm in Lauban, Aquarell, 1916


Mohnfeld, Öl, 1915

Mohnfeld, Öl, 1915