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Wolde

Eine weitere Besonderheit ist das ehemalige Gut und Kirchdorf Wolde, ca. 12 km östlich von Stavenhagen, welches man auch als "Freistaat" bezeichnen kann. Dorf und Burg lagen genau auf der Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern und damit beanspruchten die Herzöge beider Länder die Landeshoheit über den Ort. Dazu kamen noch die Interessen der "Schlossgesessenen" auf der Burg.

Die jeweiligen Besitzer von Wolde ließen die Rechtspflege durch Mecklenburger Advokaten verwalten, als höchste Instanz galt jedoch das Tribunal zu Stettin. Befehle ergingen von beiden Seiten, wurden aber selten befolgt.

Auf der Burg Wolde lebte Ende des 15. Jahrhunderts Ritter Bernd Moltzan als Spross dieser Familie in der 10. Generation. Dieser streitsüchtige Ritter, "der böse Bernd" genannt, spielte gekonnt seine Lehnsherren in Mecklenburg und Pommern gegeneinander aus. Dabei wechselte er Freunde und Feinde wie andere ihre Kleider.

Erst im Jahre 1873 wurde ein Staatsvertrag zwischen Mecklenburg und Preußen geschlossen. Darin bestimmte man, dass beide Länder ihren Anteil haben. Schloss, Kirche und Wirtschaftshof gehörten nun zu Mecklenburg, die meisten Tagelöhnerwohnungen zu Preußen.

In Wolde soll es auch ein kleines Zollhaus gegeben haben, durch dessen Mitte damals die Grenze verlaufen sei.


Schloss Wolde, Lithographie um 1867

Schloss Wolde, erbaut im 19. Jh. durch Freiherrn von Maltzahn, Graf von Plessen und Ivenack,
Lithographie von Th. Hartmann, Druck b. Winckelmann & Söhne, um 1867