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Wotenick

Demmin war schon seit je her von einem Ring von Dörfern umgeben, die meist slawischen Ursprungs waren.

Um die Wende des 6. zum 7. Jahrhundert zogen slawische Stämme in das Land zwischen Elbe und Oder. Im Demminer Raum war es der große Stammesverband der Wilzen, die sich insbesondere dem Ackerbau und der Viehzucht, daneben aber auch dem Fischfang und der Imkerei widmete. Eines der ältesten, urkundlich erwähnten slawischen Dörfer war Wotenick. Am 9. September 1171 verlieh Heinrich der Löwe bei der Einweihung des Schweriner Doms dem Domkapitel unter anderem das Dorf Wotenick bei Demmin. Später kommt das Dorf an das Bistum Cammin und 1277 zusammen mit Seedorp durch Tausch (für zwei gleich gute Dörfer) an das pommersche Herzogshaus. In dieser Zeit gingen die slawischen Dörfer in einer langsamen Entwicklung in die Hände eingewanderter Adliger über. Diese holten aus ihrer ehemaligen Heimat Sachsen, Westfalen und Flandern Kolonisten ins Land und siedelten sie in den slawischen Dörfern an. Dabei kam es auch zu Neugründungen wie zum Beispiel Schönfeld und Ganschendorf oder das von Flamen gegründete Flemmendorf. Kolonisten und Slawen vermischten sich im Laufe der Zeit miteinander, wobei die Slawen allmählich aufhörten als besonderer Stamm zu existieren.

Allen Stadtdörfern stand ein Schulze vor, der dem Rat von Demmin verantwortlich war. Ausgestattet mit dem sogenannten Schulzengericht war er auch in der Lage kleinere Strafen zu verhängen. Alle Dörfer waren mit erbuntertänigen Bauern besetzt, d. h. sie unterstanden ausschließlich der Stadt Demmin, hatten kein Verfügungsrecht und saßen auf Zeitpacht. Eine Ausnahme bildete Drönnewitz. Hier gab es auch vom 13. bis 15. Jahrhundert "Freie Bauern", die selbständig Boden und Hof veräußern konnten.


Ansichtskarte von Wotenick

Eines der alten Demminer Stadtdörfer auf dem Werder war Wotenick.
Kolorierte Ansichtskarte von 1911, mit der damals beliebten dreier Teilung: Gasthaus, Gutshof und Pfarrhaus.